Glückliches Neues Jahr!
…und nachträglich Frohe Weihnachten. 

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal aufrichtig Ihrem Gegenüber ein freundliches Lächeln zugeworfen? Nun mal ehrlich … nicht diese aufgesetzten, verkrampften Höflichkeitsgrinser, sondern aus tiefstem Herzen geschürte Freundlichkeit, die dem Menschen, denen wir unverhohlen unsere Sympathie verkünden, ein ebenso heiteres Gesichtsmerkmal ins zauberhafte Antlitz zaubert.

Es ist vielleicht nicht die einfachste Entscheidung,
auf seine Gefühle zu hören,
aber es ist wenigstens die ehrlichste.
Deutsche Lebensweisheit

Ein Lächeln verändert die Welt!

Wir haben es doch ohnehin schon schwer genug – sollte man den unentwegt schlechten Nachrichten unserer Top-Medien im Lande Glauben schenken – wäre es da nicht wunderbar, wenn wir für den Sekundenbruchteil unseres Lebens ein wenig mehr Lächeln würden. Glauben Sie mir, das hebt die Laune in Ihrem gesellschaftlichen Lebenswirkungskreis in enormen Ausmaß und sorgt obendrein dafür, dass Sie sich pudelwohl fühlen.

Nun … und hier kommt jedoch schon die “Master of Desaster”-Kernfrage jedes deutschen Mitbürgers: wollen wir uns überhaupt besser fühlen?! Diese Frage sollte man sich zunächst beim morgendlichen Blick in das leicht zerknitterte Antlitz stellen [außer Sie sind ein Botox-verwöhntes Oberflächenstrukturwunder, da funktioniert ja ohnehin nichts mehr, was mit Mimik zu tun hat] oder beim Blick auf die politischen Verwerfungen im Lande, die sich wohl nie mehr ändern werden.

Möchte ich … möchten Sie … dass der Tag positiv verläuft und mit dieser sinnbildlichen Vorstellung einer freundschaftlichen Welt dabei unsere Mitmenschen, die bereits an ihrem Leben [ver-]zweifeln, mit guten Gedanken und Taten mitreißen? Natürlich möchten wir das, nur können oder dürfen wir das anscheinend nicht zugeben, genauso wenig, wie wir auf die Frage, wie es uns geht, „Prima!“ zurück werfen könnten, es aber lieber bei einem grummeligen „Passt schon.“ belassen.

Deutsche Tradition

Natürlich können wir als gut situierter Deutsche nicht plötzlich an den Fundamenten unserer Tugenden rütteln und jeden Tag gute Laune verbreiten, wo kämen wir denn da hin. Wir müssen überall und jederzeit in der Lage sein, negativ und skeptisch allen frohgemuten, innovativen Dingen gegenüber zu stehen. Egal, was da vermeintlich Positives an Veränderung auf uns zukommt.

Und sollten wir dann nach jahrelanger Skepsis endlich mal etwas gut befinden, dann überschwemmen wir alle Kanäle mit unserer Meinung und dem deutschen Willen, es noch besser machen zu können als alle anderen. Da wirken selbst die Erfinder guter Laune wie verlorene, trübe Tassen im englischen Smog alter Koksbrennereien.

Was benötigen Sie, um gute Laune zu versprühen?

Was benötigen Sie für gute Laune? Den gefühlt zehnten Fernseher über dem Kaminsims, nur etwas größer im Format und noch schärfer als der letzte, denn die Lebensgefährtin scheint ja nicht mehr scharf genug zu sein? Oder warum wandert das zuletzt erworbene TV-Gerät ins Schlafzimmer? Um dem ohnehin eingeschlafenen Sexleben endgültig den Garaus zu machen?!

Oder das nächste Leasing-Fahrzeug eines deutschen Premium-Herstellers einer durch und durch korrupten Vorstand-Liga, denen gar nichts mehr peinlich zu sein scheint?! Hoppla … jetzt kommt das deutsche Denken auch bei mir wieder durch … verzeihen Sie bitte. Nicht, das ich später noch über die politische Lage philosophiere, das bekäme meinem Magen ohnehin nicht gut.

Provozierte Wut

Spüren Sie es, schon wird man wieder wütend und genau das möchte ich nicht mehr und habe auch ehrlich gesagt keinen Bock mehr – so wie es inzwischen auf allen Medien-Kanälen üblich ist – Ihnen den Tag mit schlechter Laune zu verderben. Diese Dumpfbacken haben es nicht einmal geschafft den Lesern „Frohe Weihnachten!“ oder „Ein glückliches neues Jahr!“ zu wünschen. Da waren Negativ-Meldungen einfach wichtiger, um den Hass gegen imaginäre Feinde im Volk weiter zu schüren.

Ein Lifestyle-Magazin wie das unsere hingegen ist auf der Suche nach Helden, Paradiesvögeln, Idealisten und Gute-Laune-Verwaltern. Deshalb haben wir unsere Denke auf Anfang gespult und starten mit kindlichem Gemüt und einem Lächeln in das neue Jahr 2018. Und dem wahnwitzigen Gedanken, dass wir nicht die Einzigen sind, die ein Lächeln und bunte Träume verdienen.

In diesem Sinne schenke ich mein schönstes Lächeln allen Pflegern, Polizisten, Feuerwehrmännern, Sanitätern, Soldaten, Einzelhandelsmitarbeitern, Bedienungen, erfrischend-befreiten Seelen, Glücksjägern und Menschen, die Gutes im Sinne haben und im positiven Geiste genauso verrückt sind wie wir.

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren, sonnigen und vor allen Dingen glücklichen Tag.

Hendrik Birke