Warum fangen Männer in einem bestimmten Alter an, Golf zu spielen?
Und fühlen Sie sich wohl dabei?

Mit 50 fängt Mann an Golf zu spielen. Punkt. Auch wenn es nur ein einziges Mal ist. Aber es gehört dazu. Wie eine Einführungszeremonie in die Kreise der gehobenen Generation, die Silberrücken der Gesellschaft. Ob es ein Geschenk war oder eine bewusste Entscheidung. Einmal Abschlag bitte gehört zum Älterwerden. Doch wieso ist das so?

Golf ist keine Frage von Leben und Tod
– Golf ist wichtiger.
Schottische Lebensweisheit

Reine Profisache

Es gibt natürlich professionelle Spieler, die tagein, tagaus ihre Caddys den Bällen hinterherlaufen lassen. Tiger Woods dürfte jedem ein Begriff sein oder auch der erfolgreiche deutsche Golfspieler Martin Kaymer, der bei den Live-Sportwetten bei Buchmachern wie bet365 derzeit relativ gut abschneidet. Am Rande sollten wir vielleicht erwähnen, dass mit Caroline Masson und Sandra Gal auch Frauen unter den Profis aktiv sind. Also soweit stimmt der Mythos vielleicht nicht, dass Golfen eine reine Männersache ist. Woher kommt also diese hartnäckige Idee?

No dogs, no ladies

Bei einigen traditionsreichen Golfclubs waren Frauen früher verboten. Dies gab den männlichen Mitgliedern ein gewisses Gefühl von Exklusivität. Man war Mitglied in einem Club, der nicht jeden zuließ. Dies hat sich natürlich mittlerweile stark geändert [bis auf einige wenige sture Traditionsverfechter], doch der Hauch von Luxus und Exklusivität ist am Golf trotz allem hängen geblieben.

Viele Profis und auch Amateure starten natürlich in jungen Jahren und für sie gehört das Grün zum Alltag. Doch für uns Außenseiter hat der Golfclub weiterhin eine magische Aura von Tradition und Prestige. Man gönnt sich etwas, ganz bewusst. Mit 50 hat man sich das erarbeitet und man hat es sich verdient, Luxus zu erleben [und wer einmal einen Orangensaft in einem Golfclub bestellt hat, der weiß, was luxuriöse Preise sind]. Golf gibt uns das Gefühl, etwas erreicht zu haben, endlich Teil der älteren und wichtigeren Schicht in der Gesellschaft zu sein. Es mag so sein, es mag nicht so sein; gegen Tradition und Psychologie kann man nicht viel tun.

Männertraditionen

Frauen sehen das vielleicht anders. Nach einem Rückblick auf „50 Jahre Ich“ nehmen sie sich vermutlich vor, sich einfach mehr Zeit für sich zu nehmen. Und das kann viele Formen annehmen. Golfen steht beim schönen Geschlecht eher nicht auf der Liste. Und das liegt wohl einzig und allein wieder an der Tradition.

Es spielt keine Rolle wie du spielst, aber mit wem

Nun gut, ein ausschließlicher Männersport ist Golfen denn nun doch nicht. Doch traditionsgemäß schwingen einfach mehr Männer den Putter. Auch wenn sich das nach und nach ändert, irgendwann ist der Moment für den Mann ab einem bestimmten Alter da. Das erste Golfspiel – und da weiß man, dass man vielleicht doch etwas älter ist als gedacht. Aber das ist egal. So hat man wenigstens eine Ausrede, etwas Neues auszuprobieren. Golf ist sicherlich im Endeffekt nicht jedermanns Sache, das erste Spiel läutet jedoch die unvermeidliche Midlife-Crisis ein, mit der man sich selbst neu definiert. Warum also nicht das Schicksal und den Schläger selbst in die Hand nehmen und einfach ausprobieren? Vielleicht gehört man am Ende unerwarteter Weise doch zum alten Eisen und Golf wird zum neuen Lebensinhalt? Wenn nicht, dann hat man es wenigstens hinter sich gebracht.

Eine Liste von Golfclubs in Deutschland gibt es hier.