Die wunderbarste Form der Individualität ist Kreativität
im Einklang mit sozialem Miteinander. 

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht, wobei ich mit der schlechten Nachricht beginne: ich lebe noch! Die gute Nachricht: ich schreibe und gestalte fröhlich kreativ weiter und lasse natürlich kein pfiffiges Anecken aus, um die etwas verstaubte Hirnrinde unserer Gesellschaft wieder auf Touren und zum Nachdenken zu bewegen. Wobei … manche sehen das ja auch schon als schlechte Nachricht. Okay … Samsung hat letztes Jahr eines auf die Backen bekommen … das nenne ich persönlich eine gute Nachricht. Ich nenne dies übrigens Karma! Diese persönliche Freude meinerseits kann aber nur verstehen, wer schon einmal mit den überheblichsten Personen diesseits unserer Hemisphäre zu tun hatte; dabei spreche ich von der deutschen PR-Agentur Faktor 3 AG in Hamburg, die fast alle Interessen von Samsung in eiskalter Manier vertritt – egal, wie höflich man mit den Leuten dort spricht oder umgeht – und sich selbst scheinbar für die Erfinder des Smartphones oder der Waschmaschine halten.

Liebe Koreaner, einfach mal bei den PR-Faktor3-Fuzzis hier in Deutschland nachfragen, die hätten bestimmt einen duften Lösungsansatz für leicht überhitzte Akkus. Kreative Arbeit sieht jedenfalls anders aus.

All mein Glaube ist ein Höchstmaß an Kreativität, Idealismus und geistiger Energie
für meine Umwelt und die Menschen, die ich schätze und liebe.
Hendrik Birke

Kreativität erwächst aus Widrigkeiten

Eines meiner Lieblingsthemen bzw. ein Thema, für welches ich mich unentwegt einsetze, ist das langsame Aussterben jeglicher Kreativität junger Menschen. Die älteren unter uns haben diese menschliche Ur-Eigenschaft bereits zu Grabe getragen, denn anders kann ich mir das rücksichtslose und dämliche Verhalten von selbst ernannten Vorbildfunktionen nicht erklären. Der absolute Glaube an das eigene Ego haben dazu geführt, dass Unternehmen wie Samsung, Deutsche Bank oder Volkswagen in einer Vertrauenskrise stecken; von der Politik unseres Landes ganz abgesehen. Hier wird nicht für Mitmenschen und das Volk gedacht oder gearbeitet, sondern für einzelne Personen, die sich inzwischen wundern, dass ihnen keiner mehr glaubt geschweige denn vertraut. Würden die verantwortlichen Manager oder sogenannten „Eliten“ endlich wieder ein klein wenig das Herz und die Seele in ihre Entscheidungen einbeziehen und nicht minütlich über ihre Provisionen oder Reichtum nachdenken, würden die Menschen auch wieder mehr Vertrauen zeigen.

„Geiz ist Geil“-Mentalität steht für Stillstand

Sich dann noch zu wundern, dass es keine echte Kreativität mehr gibt, grenzt schon fast an Hirnamputation ohnegleichen. Aufgrund einer seit den 90er Jahren gefeierten „Geiz ist Geil“-Mentalität hat sich in vielen Chefetagen der Glaube breit gemacht, so muss und kann es immer weiter gehen, egal, wie sehr die meisten Menschen inzwischen darunter leiden bzw. aufgrund dessen keine Kreativität mehr gefördert werden kann oder muss. Wo soll sie auch herkommen, die vielfach beschwörte ehrlich bezahlte Arbeit, wenn kreative Qualität ständig wachsendem Geiz oder Vetternwirtschaft bzw. Korruption weicht. Ich denke, seit Ende der 90er ist alles in einem großem Schwamm aufgeweicht worden, alles gleicht dem anderen, keine großartigen Innovationen haben seitdem das Licht der Welt erblickt, um uns zu begeistern oder mit zu reißen. Da sind die einzigen kreativen Ergüsse aufsteigende Versionsnummern und Preise neuer Smartphones. Die Mainstream-Medien feiern dann jede noch so kleine Veränderung wie die Entdeckung eines neuen Planeten.

Diese mangelnde Selbsteinschätzung von Führungspersonal führt im Übrigen auch seit Jahren zu dummen Hassparolen, die uns täglich in Kommentaren begleiten, obwohl viele Menschen eigentlich nur etwas Schönes oder Wunderbares zeigen möchten. Ich kann diese beleidigende Art nur so verstehen, dass Blödheit immer mehr zum Mainstream geworden und von vielen Eltern, Führungskräften, PR- und Social Media-Managern ohne Sinn und Verstand getragen und so mit verantwortet wird. Der Hass selbst rührt von mangelnder Erziehung, fehlender Bildung, dem Glauben an Anonymität und dass sich viele Leitwölfe zu weit vom Bodenpersonal – also Kunden und denkenden Menschen – fort bewegt haben und jeden anderen – außer sich selbst – für doof und damit unnütz erklären. Es wäre wieder an der Zeit, wie zum Beginn der 80er, innovativ und kreativ Menschen zu begeistern, dann würden Hass und Dummheit keinen Nährboden mehr finden.

5TH AVENUE

Diesen Tipp sollte ich wohl auch meinem ehemaligen Partner 5TH Avenue [Habanos] mit auf den Weg geben, denn auch hier zählt inzwischen ein goldgeplätteter Humidor [Stückpreis: 200.000,- Euro] mehr, als eine langjährige Partnerschaft, in die ich viel Herzblut gesteckt habe. Warum ich ein klein wenig grimmiglich und gereizt auf meine kubanischen Tabaktrampel in Deutschland reagiere? Aber bitte … wer mich schätzt und kennt – die Betonung liegt hierbei auf schätzt –, weiß inzwischen, dass zu meinen absoluten Lieblingscigarrensorten die Marke Cohiba gehört. Für mich eine der besten Cigarrensorten der Welt, daran ändert auch kein noch so dumpfes Verhalten, wie es 5TH Avenue an den Tag gelegt hat. Es war dem Hause nicht einmal möglich zum 50jährigen Bestehen von Cohiba im Jahre 2016 eine einzige Cigarre zu meinen Händen zu versenden.

Okay … bei dem öffentlich zur Schau gestellten Geiz der Firmen inzwischen verständlich, denn die Buben von 5TH Avenue mussten sich ja erst einmal 10 – in Worten ZEHN – Gold-Humidore zulegen, da bleibt kein Budget oder ein Produkt mehr für Menschen übrig, die sich leidenschaftlich für in der Gesellschaft so „beliebte Dinge“ wie Cigarren einzusetzen versuchen. Und dabei rede ich nicht von den Dumpfbacken, die drei Cigarren am Stück abrauchen und sich selbst Genießer [Aficionado] schimpfen. Genuss und Miteinander sehen anders aus, auf diese Partnerschaft kann ich inzwischen verzichten, ich gehe davon aus, dass diese Art der Provokation gewollt war. Aber bitte nicht weinen, die Welt dreht sich weiter und meinem allseits fröhlichen Gemüt sollte dieses Verhalten keinen Abbruch leisten [Taschentücher gibt es auf Anfrage direkt bei mir].

Würde und Ethik? Fehlanzeige.

Unsere Geldgier wiegt inzwischen so hoch, dass wir komplett alles an Würde oder Ethik über Bord werfen, sodass der Kahn natürlich irgendwann an den Eisberg knallt. Unsinkbar? Klar, Freunde, das haben schon viele größenwahnsinnige Kapitäne, Unternehmen oder „Eliten“ von sich behauptet.

Kreativität und Freiraum: es ist genau das, was wir unseren Kindern inzwischen verweigern, weil wir unseren selbst geschaffenen Leistungsdruck auf die Schultern des eigenen Nachwuchses übertragen, ohne jegliche Reue, denn wir müssen ja auch rackern [oder nicht, was noch viel schlimmer wiegt]. In das Bildungssystem und unsere Kinder [und ganz speziell in unsere deutsche Sprache, die ich über alles schätze] wird kein Cent mehr zu viel investiert, da muss natürlich gespart werden.

Wenn es jedoch um die Rettung anderer Länder, Diäten-Erhöhung oder der nicht enden wollenden Gier des Öffentlich-Rechtlichen Staats-Fernsehens geht, da sollte jeder Bürger sofort sein Erspartes opfern; falls das nicht mehr vorhanden ist, gibt es ja noch die adrette zwanghafte Geldeintreibung. Die Medien sprechen von mangelndem Vertrauen und finden jeden Tag neue Begrifflichkeiten wie Wutbürger oder seit Neuestem dem Begriff „Polemik“. Sie begeben sich in geschwollener Wortwahl auf Spurensuche nach der Rettung der Demokratie. Echt jetzt?!

Wer trägt denn wirklich die Verantwortung für das geschwundene Vertrauen in unsere Demokratie? So dumm kann wirklich keiner sein und so ganz am Rande, ja, ich bin ein großer Fan von Donald Trump, denn hier bewegt sich wenigstens mal ein Mann und es werden Missstände – auch bei den Medien – beim Namen genannt, was in Deutschland aufgrund fehlender Opposition seit langem nicht mehr gesagt werden darf. Polemik? Nein … Kreativität! Nur kennt das Wort niemand mehr. Es ist natürlich einfach, aufgrund einer Machtposition – ich spreche auch hier von bestimmten Medien – ständig in der Öffentlichkeit auf Menschen herum zu hacken. Nur entwickelt sich das Szenario inzwischen aus meiner Sicht zum Fremdschämen für alles, was Deutschland jemals an Würde und Stolz ausgemacht hat.

Es ist nicht schlimm, seine Wut über Ungerechtigkeit offen zu zeigen; eine typisch deutsche Eigenschaft, ein Gefühl, welches wir seit Jahrzehnten in uns tragen und uns Deutschen immer eigen sein wird. Es ist viel schlimmer, wenn man uns Deutsche ständig mental unterdrückt, bevormundet und uns aufgrund einer Machtposition – die wir diesen Personen aufgrund eines Vertrauensvorschußes zeitlich gewährt haben – alles verbietet, nur um seinen eigenen Vorteil und Nutzen daraus zu schlagen. Macht korrumpiert, leider immer wieder und nur selten wird diese tatsächlich für eine gute Sache genutzt.

Gier ist eine Fessel der Kreativität

Dabei geben wir unseren Kleinen nicht einmal die Chance selbst zu entscheiden, was richtig oder falsch ist. Das übernehmen dann Firmen, Banken, Politiker, Lobbyisten und verblödete Eltern. Wo bleibt die Luft zum Atmen, wo die Zeit zum Reifen, selbst Kinder benötigen Freiheit und das sensible Fingerspitzengefühl von Lehrern, denen man genau dieselbe Zeit einräumen muss, um Kindern den richtigen Weg aufzuzeigen. Kunst, Literatur, Handwerk … all das verschwindet aus den Schulen, nur, weil Eltern meinen, damit kann man ja kein Geld verdienen, das entspricht nicht der geplanten Zukunft. Um was geht es eigentlich? Um das Leben der Eltern oder das der Kinder? Wir verbauen unseren Kindern jegliche Träumerei, nur, weil wir es nicht geschafft haben, unsere Träume zu verwirklichen, weil wir zu feige oder zu bequem waren [oder, weil unsere Eltern genauso dumm waren].

Gebt den Kindern bitte wieder mehr kreative Qualität und wertbeständige Zeit zu wachsen. Der solide Stamm eines gesunden Baumes, die Schönheit einer Blume, die Reife eines Apfels … sie entstehen nicht über Nacht. Sind wir Erwachsenen nicht selbst schon krank, ist unsere Seele nicht bereits vor Hass verkümmert, weil wir das Schöne und Liebevolle übersehen, da uns Konzerne oder Politiker einzureden versuchen, was das Beste für unsere Kinder sei? Dabei geht es nur um das Wohlergehen einzelner Egoisten oder einer Elite, die wir gar nicht kennen … mehr nicht. Aber ich möchte diese Leute gar nicht kennen lernen, umgebe mich lieber mit Menschen, die wissen, was es bedeutet zu Geben und zu Nehmen und dies in stilvollem Umgang.

Geht es tatsächlich um demokratische Werte, die sogenannten Eckpfeiler unserer Gesellschaft? Ich kann es nicht mehr hören, das ständige Gelaber von Egomanen, die nicht einmal wissen, was Demokratie bedeutet, die handeln, ohne Rücksicht auf Gefühle anderer Menschen. Aber man ist heutzutage ja schnell verrückt, stellt man sich gegen Institutionen, die sich aufgrund jahrzehntelanger Seilschaften entwickelt haben, um anderen mit ihrem Drang nach Macht noch mehr weh zu tun. Kinder würden dieses soziale Fehlverhalten übrigens als „gemein“ degradieren.

Kreatives Denken … eine Frage der Ehre!

Nun wird inzwischen auch Xavier Naidoo für seine Theorien über den Mangel an Liebe öffentlich von Medien oder Politikern an den Pranger gestellt, selbst „kreative“ Einrichtungen wie Macromedia Karlsruhe stellen sich nicht hinter ihn, sondern rücken die Zusammenarbeit – Workshops zum Thema Songwriting – in Frage. Nicht doch … sollte eine Schule, die Menschen zum Thema kreatives Arbeiten unterrichtet, nicht genau so frei im Denken und Handeln sein und sich entweder aus solchen Angelegenheiten heraushalten oder sich auf die Seite des Partners stellen, der ihnen aufgrund seines ruhmreichen Namens jahrelang die Kohle in den Kessel geschaufelt hat, um den Dampfer auf Kurs zu halten?

Politiker und Medien dreschen wie gewohnt mit Phrasen und Wortspielen wie „Schutz der Demokratie“ oder „Kampf dem Populismus“ auf Menschen ein, die sich öffentlich gegen ein System stellen, welches sich inzwischen sehr weit von einer Demokratie entfernt hat. Natürlich ist das Auslegungssache, denn, wenn wir zwangsfinanziertes Staatsfernsehen [hier werden Leute, wie bereits erwähnt, regelrecht verfolgt, da sie keine Gebühren bezahlen wollen oder können] oder größenwahnsinnigen Lobbyismus [es verkehren mehr Lobbyisten im Parlament als Politiker] oder schwindelerregende Baumaßnahmen auf Kosten der Steuerzahler [warum gibt es hier keine Strafen für Manager oder Verantwortliche?] oder Medikamentenpreisbindung für gierige Apotheker als „Demokratie“ verkaufen, dann haben diese Herrschaften natürlich recht. Wer darf schon etwas dagegen sagen, wer darf sich darüber beschweren, dass Volkswagen in Deutschland einen Kehricht für seine Kunden unternimmt, während in den USA und dem Rest der zivilisierten Welt jeder brav entschädigt wird. Ist das die Demokratie, die unsere Volksvertreter gerne denen entgegenhalten, die sich einfach nur darüber beschweren, dass dies alles höchst ungerecht und moralisch abwertend ist? Wir brauchen keine Medien auf Spurensuche, wir brauchen Menschen auf der richtigen, der guten Seite.

Ich würde diesen arroganten Autoritäten gerne einfach mal einen Besuch im Jobcenter, eine Fahrt in öffentlichen Transportmitteln oder einige Nächte im Freien empfehlen, damit sie endlich begreifen, was im Lande falsch läuft und wer hier eigentlich der Asoziale ist.

Kreativität ist der Reichtum unserer Gedanken

Unsere Kinder haben es endlich wieder verdient, mehr Zeit in der Schule zum Lernen und zum Spielen im Freien zu erhalten, kreatives Denken zu entfalten und eine eigene Meinung zum eigenen Glück zu entwickeln. Das nicht nur Zahlen und Geld das wichtigste im Leben sind, sondern auch Empathie, Gefühle oder Emotionen den Verbund von Menschen bilden.

Samsung und explodierende Smartphones sind nur der Anfang einer Krankheit, die wir offensichtlich nicht bekämpfen wollen, obwohl tief in unserem Inneren unsere Herzen den Kampf bereits aufgenommen haben. Wir lassen es nicht zu, denn wir könnten ja für verrückt erklärt, abgestempelt und schließlich weg gesperrt werden. Unsere Kinder holen uns dann nicht aus der Irrenanstalt, denn die haben wir ja dazu erzogen, egoistisch zu denken und zu fühlen – der Stärkere gewinnt, der Schwache wird zurück gelassen. Ein Hoch auf den sympathisch angewinkelten Ellenbogen!

In einer Welt, in der die Gier nach Geld und der stetig wachsende Drang nach Selbstherrlichkeit immer mehr zum Verfall unserer Werte führt, findet das Wort „Kreativität“ keinen spür- oder sichtbaren Freiraum mehr, weder für Erwachsene noch für Kinder.

Es liegt an uns, dies zu ändern. Es liegt an uns, unseren Kindern endlich wieder mehr Glück zu schenken. Kein Smartphone, keine Spielkonsole, kein Geld … einfach nur die Freiheit, kreativ atmen, leben und wieder spürbar lieben zu können, um unsere Welt und jede neue technische Innovation frei zu gestalten.

Ich wünsche Ihnen einen kreativen, sonnigen und vor allen Dingen glücklichen Tag.

Hendrik Birke