Gender Pay Gap

Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer. Das ist eine Binsenweisheit. Der Gehaltsunterschied liegt bei 21 Prozent. Zwar halten Kritiker diese Zahl für nicht sehr aussagekräftig. Immerhin würde es sich hier um den so genannten Gender Pay Gap handeln. Es sei nicht in Ordnung, einfach nur die Einkommen von Frauen in Vollzeitjobs mit denen von Männern zu vergleichen, die ebenfalls in Vollzeit arbeiten. Immerhin befinden sich Frauen häufiger in Branchen und Berufen mit einem viel geringeren Gehaltsniveau.

Arm ist man nicht ohne Geld.
Arm ist man ohne Herz!
BOND PROOFED

Verdienst hat etwas mit der Würdigung von Leistung zu tun

Klassische Männerjobs werden eben nun mal besser bezahlt. Dennoch bleibt eine Differenz zwischen den Gehältern von Männern und Frauen. Die bereinigte Lohnlücke ist nämlich noch immer 5,5 Prozent groß. So viel verdienen Frauen weniger, wenn man sie mit ihren gleichaltrigen männlichen Kollegen vergleicht, die über die selbe Ausbildung und Erfahrung verfügen und beim gleichen Arbeitgeber, quasi am Schreibtisch nebenan, sitzen. Wer 5,5 Prozent für gering und deshalb vernachlässigbar hält, in der Regel werden das wohl Männer sein, dem sei gesagt: Verdienst hat auch etwas mit der Würdigung von Leistung zu tun.

Bundesregierung handelt

Mit einem neuen „Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern“ möchte die Bundesregierung die Lohnlücke schließen. Das sind die Haltepunkte:

  • Betroffen sind Unternehmen mit über 200 Beschäftigten.
  • Es besteht Auskunftspflicht über das Gehalt von Kollegen in gleicher Position.
  • Laut Datenschutz werden nur Durchschnittsgehälter genannt.
  • In Stellenausschreibungen gehört das Mindestgehalt.
  • Bei mehr als 500 Mitarbeitern muss regelmäßig ein Lohngleichheits-Bericht her.
Was Geld für die Partnerschaft bedeutet

Auch in der Partnerschaft spielt Geld eine nicht geringe Rolle. Das beginnt bei der Auswahl des Partners nach dem Kriterium des Einkommens. Zwar finden nach einer Infografik zum Thema Geld und Partnerschaft, die von der Vexcash AG veröffentlicht wurde, 22 Prozent der Befragtem Menschen mit viel Geld attraktiv, zwei Dritteln ist es völlig gleich, wie viel der Partner verdient. Immerhin ist aber jedem Fünften Geld wichtiger als Intelligenz und bei 44 Prozent der Menschen kommt finanzielle Sicherheit vor gutem Aussehen.

Partnerschaft spiegelt die Gesellschaft

Beim ersten Date geben sind die meisten Männer großzügig. Zwei Drittel bieten gern an, die Rechnung zu übernehmen. Nur drei Prozent lassen sich einladen. Und während die Hälfte der Frauen ihren Willen zu zahlen bekundet, hoffen die meisten, sie werden eingeladen. Betrachtet man nach erfolgreichem Date die einzelnen Paare genauer, spiegelt sich in den meisten Beziehungen die gesellschaftliche Realität wider. In der Regel ist der Mann finanziell besser dran:

  • Bei 20 Prozent der Paare verdient der Mann allein.
  • Bei 44 Prozent arbeitet die Frau auch, verdient aber weniger.
  • In 25 Prozent der Fälle verdienen beide gleich viel.
  • In nur 10 Prozent verdient die Frau mehr.

In den meisten Beziehungen verstehen sich allerdings die Frauen als die großzügigeren Schenker. Sie sind es auch, die in der Partnerschaft besser mit Geld umgehen können. Dennoch hat nur ein Drittel der zusammenlebenden Paare ein gemeinsames Konto. Bei den Verheirateten sind es immerhin um die 80 Prozent.

Allerdings gibt es an einer Front Entwarnung. Geld ist nicht der Hauptauslöser für Streit in der Partnerschaft. Nur in einem Viertel der Fälle geraten Paare darüber aneinander. Viel schlimmer sind schlechte Gewohnheiten. Um sie wird regelmäßig gestritten.